Metzler Orgelbau AG
Baujahr 1960

Die Grossmünster-Orgel

Die Orgel des Grossmünsters befindet sich im Westteil der Basilika, gegenüber der Giacometti-Kirchenfenster, direkt auf der Empore. Sie wurde 1960 durch die Firma Metzler & Söhne neuerbaut und ersetzte die ehemalige nachreformatische Orgel aus dem Jahre 1876 von Nepomuk Kuhn, die 1913 und 1927 durch Theodor Kuhn zweimal umgebaut und erweitert wurde.

Der Gesamtklang der Orgel ist elegant und transparent. Die Einzelregister besitzen ausgeprägten Eigencharakter, aber auch hohe Mischfähigkeit. Somit ist die Orgel sehr farbig, lebendig, vielseitig und inspirierend. (PB)

 

Dank ihrem damals revolutionären Konzept (Werkprinzip; geschlossene, massive Gehäuse; rein mechanische Spieltraktur; neobarocke Intonation) und der hervorragenden Ausführungsqualität, gilt diese Orgel als wichtigster Zeuge ihrer Zeit. Hauptmerkmale des Intonationsstiles sind niedrige Winddrücke, offene Pfeifenfüsse, schmale Kernspalten, enge Mensuren und der Verzicht auf Kernstiche. (PB)

Die Orgel hat 67 Register. Als Einzigartig gilt die Farbe der Kupferpfeifen der Prospektfront und die horizontale Lage der “spanischen Trompeten“.