PROJEKT RENOVATION HELFEREI GROSSMÜNSTER ZÜRICH
Ausgangslage
Die Helferei ist eines der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude im für Zürich identitätsbildenden Bauensemble des Grossmünsters. Sie erlangte als Wohnhaus Ulrich Zwinglis Bedeutung, welcher unmittelbar nach der Reformation als Professor der Stiftschule des Grossmünsters in das Haus einzog. Die „Zwinglistube“ im 1. Obergeschoss gehörte zu seiner damaligen Wohnung, die er mit seiner Familie bewohnte.
Die Helferei stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde in den folgenden Jahren erweitert und umgebaut:
1335/1525 | nördliche Erweiterung |
1564 – 1568 | Erweiterung nach Osten. In derselben Zeit wurde der Dachstuhl erneuert und im Inneren führte eine Umstrukturierung zu einer grosszügigeren Raumanordnung. |
1661 | Sanierung, unter anderem in den Bereichen der Zwingli- und Renaissancestube |
1855 | übernimmt die Kirchgemeinde Grossmünster das Gebäude als Amtssitz des Diakons (Gemeindehelfer) und wird fortan „Helferei“ genannt. |
1857 – 1860 | Umbau der Helferei und Einbau der Kapelle durch Jakob Breitinger. Ein neues zentrales Treppenhaus erschliesst das Erdgeschoss bis ins 3. Obergeschoss. |
1950er und 1960er | intensive Debatte über den Erhalt oder Abbruch der Kapelle. Mit einer Volksabstimmung wird 1971 zu Gunsten des Erhalts der Liegenschaft entschieden. |
1969 – 1974 | Restaurierung und Anpassung an die damaligen Bedürfnisse unter der Leitung des Architekten Manuel Pauli. Im Untergeschoss werden Luftschutzräume und im 3. und 4. Obergeschoss zusätzliche Wohnungen eingebaut. Weitere punktuelle Veränderungen folgen, insbesondere wird ein Zugang vom Inneren der Helferei in die Kapelle geschaffen. |
Heute, nach weiteren rund 40 Jahren ist die Helferei im Bereich der Haustechnik sanierungsbedürftig und in Bezug auf den Brandschutz ist das viel frequentierte Haus nicht den heutigen Anforderungen entsprechend ausgerüstet. Im Rahmen der anstehenden Sanierungsarbeiten sollen weiter die einzelnen Nutzungen entflechtet und das Foyer neu gestaltet werden.
Projektorganisation
Für das Projekt „Renovation Helferei“ setzte die Kirchenpflege Grossmünster eine Baukommission ein. Ihr steht ein Nutzerausschuss mit VertreterInnen der heutigen Nutzergruppen Kirchgemeinde, Kulturhaus und WohnungsmieterInnen bei. Ein Bauherrentreuhänder begleitet die Baukommission und ein Architekt ist mit der Gesamtleitung des Sanierungsvorhabens beauftragt.
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Aufbauorganisation Projekt "Renovation Helferei"
Zur Beantwortung von Fragen zur Sanierung der Helferei stehen zur Verfügung:
Peter Bauer, Präsident Baukommission, peter_bauer(at)hispeed.ch
Regine Helbling, Mitglied Baukommission, helblingr(at)bluewin.ch
Terminplan
Das Projekt "Sanierung Helferei" ist grob in vier Phasen gegliedert.
Projektierung | bis September 2010 | Vorprojekt | Erarbeitung von verschiedenen Lösungsvarianten und Grobkostenschätzung der festgelegten Konzeption. |
bis März 2011 | Bauprojekt | Ausarbeitung der Detailpläne unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. | |
bis Juni 2011 | Baubewilligungs-verfahren | Projekt wird den Behörden zur Bewilligung vorgelegt. | |
Ausschreibung | bis April 2012 | Beschaffung der Bauleistungen | |
Realisierung | bis Juli 2012 | Ausführungs-planung | Vorbereitung der Ausführung |
Juli 2012 | BAUBEGINN | ||
bis Okt. 2013 | Ausführung | Sanierungs- und Umbauarbeiten durchführen | |
Inbetriebnahme | Dezember 2013 | Wiederaufnahme des Betriebs |
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Aktueller Terminplan
Stand der Arbeiten
Genehmigter Objektkredit und Eröffnung des Baubewilligungsverfahrens.
Die Baukommission verabschiedete das Vorprojekt inkl. Grobkosten Ende September 2010. Die Kirchgemeinde beschloss an ihrer Versammlung vom 28. Oktober den Objektkredit von CHF 6.5 Mio. für die Sanierung der Helferei. Die ZKP hat dann an ihrer Sitzung vom 3. November 2011 dem Objektkredit ebenfalls zugestimmt, jedoch mit Auflagen. Insbesondere forderte sie die Liftführung bis ins 4. Obergeschoss.
Im Rahmen der Erarbeitung des Bauprojekts bestätigten wiederholte Detailabklärungen bei den Behörden, dass der heutige Lift aus sicherheitstechnischen Gründen in naher Zukunft abgesprochen wird. Um die Anforderungen bezüglich Behindertengerechtigkeit zu erfüllen, muss ein neuer Lift grösser sein. Die Kantonale Denkmalpflege bewilligt jedoch einen solchen Lift am heutigen Standort nicht.
Mitte März 2011 hat die Baukommission das Baubewilligungsverfahren eröffnet. Die Baubewilligung wird noch vor den Sommerferien erwartet.
Betriebskonzept
Die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen wurden aufbereitet und systematisch im Betriebskonzept abgebildet. Die Planung der neuen Küche im ehemaligen Jugendraum wurde vorangetrieben sowie die Lagerflächen möglichst optimal den verschiedenen Nutzergruppen zugewiesen. Weiter wurden provisorische Büroräume für das Kulturhaus ausserhalb der Helferei für den Betrieb während der Bauzeit organisiert. Mitte Mai 2011 wird das Betriebskonzept abschlossen.
Projektorientierung an der Kirchgemeindeversammlung vom 14. April 2011
An der nächsten Kirchgemeindeversammlung wird über das Projekt "Sanierung Helferei" orientiert. Interessierte haben die Möglichkeit bereits am 13. April von 18.00 bis 20.00 Uhr und 14. April von 14.00 bis 18.00 Uhr im Jugendraum in der Helferei die Baueingabepläne einzusehen. Der Präsident der Baukommission wird anwesend sein und Ihre Fragen beantworten.
Baubeginn
Wegen wiederholten Detailabklärungen für das Bauprojekt wird der Baubeginn auf Mitte 2012 verlegt. Während der eineinhalbjährigen Renovationsphase wird das Kulturhaus in Ausweichräumlichkeiten arbeiten und präsent sein. Rechtzeitig zur "Offenen Nacht" wird das Kulturhaus im Dezember 2013 zurück in der Helferei sein. Auf der Website http://www.kulturhaus-helferei.ch können Sie sich laufend über das Programm informieren.
